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Ernährung

Ernährung

Wie gesunde Ernährung aussieht, ist ein Thema, an dem sich die Geister scheiden. Während der Rohkostler überzeugt an seiner Möhre knabbert, fragt sich der Fünf-Elemente-Vertreter, wie man denn bitte so viel Rohes zu sich nehmen kann, das sei doch viel zu schwer verdaulich. Low fat, low carb, low taste kaum eine Ernährungsweise, die nicht schon der Weisheit letzter Schluss für die Einen und ein rotes Tuch für die Anderen war. So langsam dämmert es Wissenschaft, Fachwelt und auch dem gewöhnlichen Nahrungsvertilger, dass das Individuum nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich, in der Art seines Stoffwechsels, seiner Nahrungsverwertung und seiner Bedürfnisse eben individuell ist.
Wichtig ist also nicht nur zu sehen, was in der Nahrung enthalten ist, sondern auch auf wen sie trifft. Schließlich gehen Nahrung und Verwerter ja eine Symbiose ein und da macht es durchaus Sinn, auf beide Seiten zu achten.
Die Menge an Kohlehydraten zum Beispiel, die für den körperlich arbeitenden Menschen richtig ist, stellt für den Schreibtischtäter eine komplette Überdosierung an Energie dar.
Da der Mensch die meiste Zeit seiner Existenz in einem Zustand der Nahrungsmittelknappheit gelebt hat, ist unser System auf Einbau bzw. Speicherung überschüssiger Energie gepolt.
Die Folge einer nicht individualisierten Ernährung sind häufig ein Hang zur Körperfülle, Abgeschlagenheit, Verdauungsprobleme und das Erblühen immer neuer Diäten und appetithemmender Mittelchen.
Inzwischen haben Lebensmittelchemiker und Ärzte gemeinsam ein Ernährungsprogramm entwickelt, dass anhand der Blutwerte Jedem seinen individuellen Ernährungsplan erstellt und so dem Fakt, dass wir alle Individuen sind, Rechnung trägt. Der Körper ist intelligenter als wir gemeinhin annehmen und wenn wir ihm nur das was er braucht zuführen, reguliert er sich ganz von allein in Richtung Idealzustand. Die in der Praxis und inzwischen auch in groß angelegten Studien zu beobachtenden Veränderungen des Stoffwechsels sind beeindruckend. Überschüssige Pfunde verschwinden, Fitness und Leistungsfähigkeit steigen, Wohlbefinden und Hautbild verbessern sich und auch stoffwechselbedingte Erkrankungen können sich bessern.

Doch auch die beste Nahrung macht keinen Spaß, wenn wir sie in völliger Isolation, oder im Vorbeigehen vor dem Bildschirm zu uns nehmen. Im Gegenteil: Ein wichtiger Faktor der Nahrungsaufnahme ist die Esskultur. So fanden Wissenschaftler der Universität Bristol kürzlich heraus, dass das psychische Sättigungsgefühl ausbleibt und der Hunger schneller wieder einsetzt, wenn wir nur nebenbei essen, anstatt unsere Aufmerksamkeit ganz der Mahlzeit zu widmen.

Weitere Informationen zu individueller Ernährung, Stoffwechselregulierung und anderen interessanten Themen findet ihr hier:
www.praxis-bihman.de

Mourad Bihman