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health notes

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In dieser Kategorie erfährst Du jeden Monat interessante Fakten rund um das Thema Gesundheit. Die Artikel wurden uns zur Verfügung gestellt mit freundlicher Unterstützung des Heilpraktikers Mourad Bihman.


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Allergie vs. Unverträglichkeit

1273494588.jpgUmgangssprachlich werden die Begriffe Nahrungsmittelallergie und Unverträglichkeit meist synonym verwendet und auch wenn die Symptome teilweise ähnlich sind, werden im Körper doch grundverschiedene Mechanismen angesprochen.
Die Unverträglichkeit ist die Unfähigkeit des Körpers, ein bestimmtes Nahrungsmittel aufzuspalten und zu verdauen. Eine sehr bekannte Unverträglichkeit ist die Laktoseunverträglichkeit. Produziert der Körper keine oder wenig Laktase, das Enzym zur Aufspaltung des Milchzuckers, gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, anstatt im Dünndarm resorbiert und verstoffwechselt zu werden. Hier wird die Laktose dann zu Milchsäure, Essigsäure und Methan vergärt, was wiederum zu dem für eine Nahrungsmittelunverträglichkeit typischen Blähbauch führt.
Theoretisch kann man gegen jeden Nahrungsbestandteil eine Unverträglichkeit entwickeln.

Die Nahrungsmittelallergie hingegen ist eine Immunreaktion, bei der die körpereigene Abwehr, ähnlich wie beim Heuschnupfen, ein harmloses Eiweiß als Feind erkennt und eine Immunreaktion in Gang setzt, die neben Verdauungsbeschwerden auch zu Ekzemen, Nesselsucht und anderen Symptomen führen kann. Dies geschieht häufig zeitverzögert und ist deshalb schwer nachvollziehbar.

In beiden Fällen treten oft undifferenzierte Beschwerden, wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit, aber auch leichte Depressionen etc. auf, die scheinbar nichts mit der Verdauung zu tun haben. Ist der Körper aber ständig mit Stoffen konfrontiert, die er nicht abbauen, bzw. gegen die er eine Immunreaktion produziert, kann dies Auswirkungen auf das gesamte System haben. Klar ist, dass die Mehrenergie die bei der Verdauung aufgewandt wird, an anderer Stelle fehlt. Dass aber eine ständige Entzündung im Darm, wie sie durch Unverträglichkeiten und Allergien gleichermaßen verursacht werden kann, zu Depressionen führen kann, weil der Körper den Stoff L-Tryptophan, welcher eigentlich für einen balancierten Serotoninspiegel gebraucht wird, für die Immunreaktion verbraucht wird, ist erst seit neuem bekannt.

Eine Nahrungsmittelallergie bzw. Unverträglichkeit festzustellen, gestaltet sich oft schwierig. Ein Teil des Diagnoseverfahrens lässt sich aber in Eigenregie durchführen. Hierzu muss man für mind. 4-6 Wochen eine einfache, möglichst natürliche Kost zu sich nehmen. Am besten ohne Milch und Weizenprodukte, da diese die meisten Unverträglichkeiten verursachen. Wenn man sich in dieser Zeit bereits besser fühlt, bzw. Symptome verschwinden, kann man davon ausgehen, auf dem richtigen Weg zu sein. Nach 4-6 Wochen macht man einen Toleranztest, d.h. man nimmt von einem in Verdacht stehenden Lebensmittel eine größere Menge zu sich. Sind nach einigen Tagen keinerlei Symptome aufgetreten, wiederholt man diesen Test erneut.
So geht man alle in Verdacht stehenden Nahrungsmittel durch, bis Beschwerden auftreten. Dieser Test ist relativ einfach, zählt aber, neben verschiedenen Laboruntersuchungen, zu den aussagekräftigsten und am meisten verwandten in der Abklärung von Nahrungsmittelallergien und Unverträglichkeiten.
Bei bekannter, starker Allergieneigung ist natürlich von diesem Test abzuraten, da es im Zweifel zu einem allergischen Schock kommen kann.


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heuschnupfen

Heuschnupfen - revisited

Pünktlich zum einsetzenden Pollenflug ist es Zeit sich ein paar Gedanken über Pollenallergien, bzw. Heuschnupfen, bzw. die IgE vermittelte allergische Reaktion vom Soforttyp zu machen. So vielzählig wie die Namen für den Heuschnupfen sind auch die diskutierten Ursachen. Klar ist, das Immunsystem erkennt fälschlicherweise eine harmlose Polle als Eindringling, den es zu eliminieren gilt. Die biochemischen Abläufe, die im Körper bei einer solchen Reaktion ablaufen sind hinreichend bekannt und erforscht. Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Immunglobulin E (IgE), welches übrigens auch bei der Parasitenabwehr eine wichtige Rolle spielt. Daher kommt auch die sog. Hygienethese, die besagt, dass wegen zu hoher Hygiene das Immunsystem nicht mehr genug (durch Parasiten) gefordert wird und sich deshalb auf harmlose Pollen stürzt, als Training sozusagen.

Eine weitere These ist, dass die Menschen zunehmend Schad- und Fremdstoffen ausgesetzt sind, und das Immunsystem durcheinander kommt, gefährlich nicht mehr von harmlos unterscheiden kann und deshalb eindringende Pollen attackiert.

Eine ähnliche These ist die der körperlichen Überlastung. Hiernach ist der Körper, da er zu viele (Umwelt-)Gifte in sich trägt so damit beschäftigt funktionsfähig zu bleiben, dass er die Überreaktion auf Pollen versehentlich produziert. Dann gibt es die Verfechter der These, eine Allergie habe psychische Ursachen. Der Mensch habe eine tendenziell bedrohliche Situation erlebt, und dies während der Pollenflugzeit. Nun habe das Unterbewusstsein das Gefühl der Bedrohung mit den Pollen verknüpft und daraus resultiert die jährlich wiederkehrende allergische Reaktion.

Fakt ist: die Mediziner, egal ob Schulmediziner, Alternativmediziner oder Psychologe tappen, was die letztliche Ursache einer Pollenallergie angeht, im Dunkeln. Nichtsdestotrotz gibt es eine Vielzahl von Verfahren, um die störenden Allergiesymptome zu bekämpfen. Die Schulmedizin setzt zur Kurzzeittherapie Cortison oder Antihistamine ein und unterdrückt bzw. unterbricht die Immunreaktion. Dies mag kurzfristig erfolgreich sein, führt aber häufig zu unerwünschten Nebenwirkungen.

Dann gibt es noch die Desensibilisierung, bei welcher der Betroffene über mehrere Jahre hinweg immer wieder Kleinstmengen von Pollen injiziert bekommt, um das Immunsystem an die Pollen zu gewöhnen. Dies Verfahren mag bei einer Reaktion auf nur eine Pollenart Ergebnisse bringen, ist aber, da immer mehr Menschen gegen eine Vielzahl von Pollen allergisch sind, wenig zukunftsweisend. Komplex -homöopathische Mittel gegen Heuschnupfen gibt es immer mehr, die in immer anderen Kombinationen Wirkstoffe, die sich bei Heuschnupfen als erfolgreich erwiesen haben, mischen. Der klassische Homöopath hingegen ist bemüht, das eine Mittel zu finden mit dem sich die Überreaktion stoppen lässt. In der ostasiatischen Medizin geht man davon aus, dass körperliche Disbalancen und Blockaden im Qi-Fluss für die Überreaktion verantwortlich sind. Diese gilt es mittels Akupunktur oder Kräutermedizin auszugleichen. Das Gute an dieser Methode ist, dass sich Ursachen und Symptombehandlung je nach Bedarf individuell kombinieren lassen. EMDR, ein aus der Traumatherapie stammendes Verfahren, kann angewandt werden, um psychische Ursachen des Heuschnupfens zu bekämpfen.

Viele Jahre der Allergiebehandlung, sowohl der meiner Klienten, als auch meiner eigenen, haben gezeigt, dass es weder „das Mittel“, noch „die Therapie“ gegen Heuschnupfen gibt, man aber mit etwas Geduld und Detektivarbeit in einem Großteil der Fälle Symptomfreiheit oder zumindest eine deutliche Linderung der Beschwerden erreichen kann.


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alle jahre wieder - vom sinn und unsinn des entschlackens

Alle Jahre wieder, mit Beginn des Frühlings, setzt bei vielen Menschen das Verlangen ein, Körper und Geist zu entgiften, entschlacken, entsäuern. Häufig bringen wir aus einem langen Winter das Gefühl mit, innerlich eingerostet zu sein. Fast jede Kultur hat Zeiten des Fastens und der Reinigung, oftmals mit spirituellem, religiösem Hintergrund. Buddha erlangte während einer Phase des Fastens Erleuchtung, die Christen haben ihre vorösterliche Fastenzeit, die Moslems den Ramadan, im Ayurveda gibt es die Reinigungskuren des Pancha Karma und in der daoistischen Tradition ist eine Phase der Reinigung im Frühjahr obligatorisch. Auch die Chinesische Medizin nutzt Ernährung und Kräuter um den Körper zu reinigen und zu entschlacken.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Entschlackungskuren und mindestens ebensoviele Anleitungen zum Fasten. Ziel einer jeden Reinigungskur ist es, Giftstoffe aus dem Körper zu entfernen, die Regulationsfähigkeit des Körpers zu erhöhen und nachhaltig die Gesundheit zu fördern. Natürlich hat dies auch einen Einfluss auf unser seelisches Wohlbefinden und die Klarheit unseres Geistes.

Was aber entschlacken wir eigentlich?
Zunächst ist zu erwähnen, dass unser Organismus sich in jeder Sekunde von stoffwechselschädlichen Begleit- und Endprodukten, sowie von veränderten und „funktionsschwachen" körpereigenen Eiweissen befreit.
Diese Stoffwechselprodukte werden im Volksmund Schlacken genannt. Wenn man das Ganze gezielt unterstützt, z.B. durch Fasten, Ernährungsumstellung oder Einnahme entsprechender Präparate, spricht man von einer Entschlackungskur.

Wenn die natürliche Entschlackungsfunktion unseres Organismus durch Faktoren wie falsche Ernährung, Stress, Umweltbelastungen und Bewegungsmangel überfordert ist, beginnen wir Schlackenstoffe in unser Bindegewebe und unsere Fettzellen einzulagern, um die Körperfunktionen trotz erhöhter Belastung möglichst optimal aufrechtzuerhalten. Diese Pufferzonen ermöglichen es uns, kurzfristig Zeiten erhöhter Belastung abzufangen. Ist dieser Puffer jedoch ausgelastet, verliert der Körper zunehmend seine Regulationsfähigkeit, was sich zunächst durch Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, häufige Erkältungen Verdauungsstörungen und Unwohlsein bemerkbar macht und im Laufe der Jahre zur „Verkalkung" des Körpers führen kann.

Die mangelnde Regulationsfähigkeit hat einen immensen Einfluss auf unser Befinden und unsere Anfälligkeit für scheinbar geringe Belastungen. Ein guter Indikator für die Belastung unseres Körpers ist der Säure-Basen- Haushalt. Dieser ist essentiell für sämtliche Stoffwechsel- und Körperfunktionen. Der Säure- Basen Haushalt ist das „Milieu" in dem unsere Zellen sich bewegen. Nicht abtransportierte Schlacken wandeln sich zu Säuren und es kommt zu einer Übersäuerung (Azidose). Ein zu saures Milieu führt über kurz oder lang zu einer Verminderung des Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit.


Die wohl bekannteste Reinigungskur ist das Fasten. Es gibt zahlreiche Varianten wie das Wasserfasten, Molkefasten, Saftfasten, Obstfasten oder Basenfasten. Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch mithilfe entsprechender Lektüre allein Zuhause fasten. Wer allerdings körperlich vorbelastet ist, oder plant über längere Zeit zu Fasten, sollte einer angeleiteten Fastenkur den Vorzug geben.

Eine weitere Variante ist streng basische Ernährung und der Verzicht auf Genussmittel jeder Art über einen bestimmten Zeitraum. Hierbei entgiftet der Körper häufig langsamer. Der Vorteil ist, dass nach basischen Ernährungsprogrammen ein Teil der Ernährung oft automatisch in den Alltag integriert wird. Zusätzlich können hier entwässernde Tees zur Anwendung kommen.

Aus dem Ayurveda kennen wir die sog. Pancha Karma Kur, bei der der Körper erst entleert und dann mittels verschiedener Öle und evtl. ayurvedischer Präparate entgiftet wird.

Auch in der europäischen Naturheilkunde gibt es eine Vielzahl von pflanzlichen Präparaten, um die Entgiftungsprozesse zu verstärken und zu beschleunigen. Hiermit lassen sich gezielt einzelne Organe, wie Verdauungstrakt, Leber, Niere sowie das Blut reinigen, bzw. entsäuern. Dies geht bis hin zur Ausleitung von Umweltgiften, die durch Fasten oder Ernährungsumstellung allein nicht ausgeleitet werden können. Unter fachkundiger Betreuung ist dies eine sehr effektive Methode den Körper von innen zu reinigen und zu einem leichteren Körpergefühl zurück zu finden.

Beim Entschlacken kann es immer wieder zu Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und erhöhtem Schlafbedürfnis kommen. Dies geschieht wenn im Körper mehr Giftstoffe gelöst werden, als abtransportiert werden können. Genügend Flüssigkeitszufuhr sollte hier Abhilfe schaffen. Viele Menschen berichten auch von Phasen der Wut und Gereiztheit. In der Chinesischen Fünf Elemente Theorie wird die Wut dem Organ Leber zugeordnet, die als Hauptentgiftungsorgan während der Entschlackung natürlich stark gefordert ist und dementsprechend auf sich aufmerksam macht.

Unterstützend bei allen Varianten ist viel Flüssigkeitszufuhr, Entspannung, Schwitzkuren wie Sauna und genügend moderate Bewegung. Yoga eignet sich wegen der zu diesem Zweck entwickelten Asanas, hervorragend zur Unterstützung in Zeiten der Entgiftung.

Dieser Artikel wurde uns zur Verfügung gestellt mit freundlicher Unterstützung des Heilpraktikers Mourad Bihman.


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